
Willkommen bei Gesundheit
jan.-dez. 2007, 2007
Pharma-Wirtschaft und Apotheken: WIR
garantieren sichere Medikamente!
Pharmig weist neue Industrie-Sonderabgabe zurück
Wien - Der Nationalrat hat vor kurzem die gesetzlichen
Bestimmungen über Produktfälschungen, unter anderem von
Medikamenten, verschärft. Aktuell wollen die Regierungsparteien
den Pharma-Unternehmen eine neue Industrie-Sonderabgabe ("Vigilanz-Cent")
zur Finanzierung der staatlichen Arzneimittel-Überwachung
vorschreiben. In den Erläuterungen zur entsprechenden
Gesetzesvorlage wird damit argumentiert, dies sei "insbesondere
auch im Hinblick auf den Internethandel und die damit
zusammenhängenden Gefahren" notwendig.
Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber stellt diesbezüglich
einige Fakten klar: "Die durch die SPÖ-Abgeordnete Oberhauser
getroffene Wortwahl 'Pharma-Paket' im Zusammenhang mit dem
geplanten 'Vigilanz-Cent' ist für uns unmissverständlich: Mit
Hilfe von emotionaler Stimmungsmache soll hier ein neues
Industrie-Belastungspaket durchgedrückt werden. Erst im Jänner
2006 sind die Gebühren massiv erhöht worden - diese kommen der
für Arzneimittel-Überwachung zuständigen Agentur AGES PharmMed
zugute. Es grenzt an Absurdität und Willkür, wenn man die
Pharma-Industrie jetzt - zusätzlich zu den bestehenden hohen
Gebühren und Abgaben - mittels einer Sonderabgabe erneut zur
Kasse bittet."
Bezüglich Medikamenten-Fälschungen erklärt Pharmig-Generalsekretär
Huber - völlig im Gleichklang mit der Österreichischen
Apothekerkammer und mit der ARGE Pharmazeutika
(Interessenvertretung des Pharma-Großhandels): "Die
Pharma-Industrie unternimmt weltweit bereits alle nur denkbaren
Anstrengungen, um den Vertrieb gefälschter, verfälschter oder
unwirksamer Medikamente zu bekämpfen. Verbrechensprävention und
Verbrechensbekämpfung sind und bleiben aber Kernbereiche
hoheitlichen (staatlichen) Handelns. Diese müssen daher - wie in
allen anderen Wirtschaftsbereichen auch - weiterhin aus dem
allgemeinen Steuertopf finanziert werden."
Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen
Apothekerkammer, meint zum Thema Arzneimittelsicherheit:
"Medikamente aus den österreichischen Apotheken sind sicher. Wer
ungeprüfte Medikamente abseits der Apotheken kauft, kann seine
Gesundheit gefährden. Wir werden daher auch in Zukunft alles
dafür tun, um die Kunden über die Gefahren eines
unkontrollierten Arzneimittelkonsums aufzuklären."
Heinz Krammer, Geschäftsführer der ARGE Pharmazeutika, bringt
abschließend aktuelle Daten und Fakten: "2006 haben die Behörden
in Österreich gefälschte Medikamente im Wert von 353.000 Euro
sichergestellt, die alle nicht über den in Österreich bewährten
Vertriebsweg Originalhersteller - Großhandel - öffentliche
Apotheke bezogen wurden. Der legale Medikamenten-Markt umfasst
über 3 Milliarden Euro! Hier garantieren unser Pharma-Großhandel
und unser Apothekensystem ein Höchstmaß an Sicherheit für die
Konsumenten, da Großhandel und Apotheken alle Produkte
ausschließlich vom Originalhersteller beziehen."