
Willkommen bei Europa
jan.-dez. 2007, 2007
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Bundesregierung
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lebenslanges Lernen
Gemeinsam lernen in Europa
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Fast sieben Milliarden Euro investiert die Europäische Union
(EU) von 2007 bis
2013 in das Europäische Bildungsprogramm für Lebenslanges
Lernen. Ziel ist ein Europäischer Bildungsraum, indem die
Europäerinnen und Europäer miteinander und voneinander lernen
- von der Kindheit bis ins Seniorenalter.
Das neue Programm fasst alle EU-Bildungsprogramme zusammen. Es
schlägt damit eine Brücke von der beruflichen Erstausbildung bis
hin zur Weiterbildung.
Das Programm will erreichen, dass die Menschen den gesamten
europäischen Arbeitsmarkt besser nutzen können. Es geht also
um mehr Mobilität, bessere Kooperation der Bildungseinrichtungen
sowie einen unbürokratischen Zugang zu den
Bildungseinrichtungen. 80 Prozent der zur Verfügung stehen
Mittel werden durch die nationalen Bildungsagenturen verwaltet.
Den Startschuss für das Programm gaben
Bundesforschungsministerin Annette Schavan, EU-Bildungskommissar
Ján Figel und der Präsident der Kultusministerkonferenz
und Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner in Berlin.
Sieben Milliarden Euro für Lebenslanges Lernen
Mit dem neuen Programm für Lebenslanges Lernen gibt die
Europäische Union fast doppelt soviel Geld aus wie die Jahre vor
2007. Jährlich entfallen 100 Millionen Euro auf Deutschland.
Jedes Jahr sollen sich bis zu 80.000 Auszubildende und junge
Berufstätige aus ganz Europa außerhalb ihres Heimatlandes
qualifizieren.
Doppelt so viele Studierende wie bisher sollen mit einem
Erasmus-Stipendium in einem anderen europäischen Land studieren.
Die Zahl wird von heute 1,5 Millionen auf insgesamt drei
Millionen im Jahr 2012 steigen. "Hier wächst eine neue,
zukunftsweisende Generation für die europäische
Wissensgesellschaft heran", sagte Schavan.
Bester Gradmesser für den Erfolg der Bildungsprogramme auch in
Deutschland ist die hohe Beteiligung. Nach Angaben von Schavan
nutzen jährlich alleine 25.000 junge deutsche Studentinnen und
Studenten das Erasmus-Programm.
Vier Einzelprogramme
Die aktuellen Programme werden unter einem Dach zusammengefasst.
Das neue Bildungsdachprogramm "Lebenslanges Lernen" enthält die
Teilprogramme Comenius (Schulbildung), Erasmus
(Hochschulbildung), Leonardo da Vinci (Berufsbildung) und
Grundtvig (Erwachsenenbildung).
Schulpartnerschaften sind das Herzstück des Programms Comenius.
Es fördert aber auch die individuelle Mobilität von
Lehramtsstudierenden und Lehrkräften ins europäische Ausland.
Über 2.000 Hochschulen aus 31 europäischen Ländern nehmen am
Programm Erasmus teil. Es fördert die Auslandsmobilität von
Studierenden und Lehrkräften. Zudem unterstützt es die
Entwicklung gemeinsamer Lehrpläne und europäischer
Intensivprogramme.
Mit dem Berufsbildungsprogramm Leonardo da Vinci fördert die
Europäische Union Ausbildungsaufenthalte im europäischen
Ausland. Dabei werden vor allem Auszubildende angesprochen.
Weitere Zielgruppen sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
Selbstständige, Arbeitssuchende und Hochschulabsolventen, die
sich zur beruflichen Weiterbildung ins Ausland begeben wollen.
Auch Fachleute der Berufsbildung können für einen
Erfahrungsaustausch oder eine Weiterbildung ins Ausland gehen.
Am Programm Grundtvig können Einrichtungen und Organisationen
teilnehmen, die Lernangebote für Erwachsene anbieten. Dies
können Volkshochschulen und andere Bildungsträger sein,
ebenfalls Museen, Bibliotheken oder Vereine. Vom kommenden Jahr
an können auch die Lernenden selbst gefördert werden, wenn sie
in anderen Ländern an Lehrgängen teilnehmen.
Auftakt in Berlin
Am 6. und 7. Mai hatten die Menschen in Berlin die Möglichkeit,
sich bei einem "Lernfest" über die Programme zu informieren.
Bei der Auftaktveranstaltung am 7. Mai diskutierten rund 700
Bildungsfachleute aus ganz Europa das Programm. Thema war vor
allem, wie es genutzt werden kann, um den Europäischen
Bildungsraum weiterzuentwickeln und sich gemeinsam aktuellen
Herausforderungen zu stellen. Die Stärkung des lebenslangen
Lernens, so die Experten, sei der richtige Ansatz, um den Folgen
des demografischen Wandels gerecht zu werden.
Bei der Veranstaltung zeichneten die Politikerinnen und
Politiker insgesamt 18 Projekte mit dem "Europäischen Preis für
lebenslanges Lernen" aus. Unter den Preisträgern sind vier
Projekte aus Deutschland.
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